OCG – Zeugnisse

„Glaubenserwartung schafft Tatsachen“
Zeugnis von OCG’er Andreas F. (D, 63 J.)

In 43 Berufsjahren, in denen ich weniger als einen Monat insgesamt krank war, hatte ich im zweiten Anlauf im November 2018 meine erste Kur erhalten. Ich war „bis auf die Knochen“ fertig und hatte auch schon Burnout-Symptome. Was ich lange verdrängt hatte, holte ich auf Anraten meiner Lieben nach und liess mich medizinisch „durchchecken“. „Gott sei Dank“ gab es keine ernsthaften Probleme. Jedoch die Tätigkeit in der Zeitarbeit, die mich innerhalb kurzer Zeit in 16 verschiedene Krankenhäuser vermittelte, brachte mich zunehmend an meine Belastungsgrenze. Schicht- und Wochenenddienste, einmal auf der Wirbelsäulenchirurgie, ein andermal auf der Herzkatheterstation, dazu lange Fahrstrecken, machten mich „mürbe“.

Alles wurde mir zu viel. Und die gelesenen Rundbrief-Zeugnisse freuten mich zwar für die Betroffenen, aber ich kam mir wie ein Zurückgebliebener vor. Gedanklich wusste ich mir keinen Rat. Kam ich doch immer wie ein Feuerwehrmann nur dorthin, wo es brannte. Übernahme-Angebote bekam ich zwar auch manche, nur hätte ich mich dort nicht verbessert. Oft war ich am Wehklagen: „Ich kann und will nicht mehr!“ Das ganze Gesundheitssystem ist krank, Lobbyisten und Politiker an einem Tisch orientieren sich am Gewinn, aber nicht primär am Patientenwohl.

Am Tiefpunkt angekommen, fing ich mit meiner Familie gemeinsam an zu proklamieren: „Die besten Jahre liegen noch vor uns!“ Kurze Zeit darauf wurde ich erstmalig von meiner Firma in eine Spezial-Tagesklinik für krebs- und autoimmunerkrankte Menschen entsandt. Viele Kollegen waren in meinem Alter und hatten zu ihren Patienten eine emotionale Beziehung. Man lachte und weinte miteinander. An Wochenenden und Feiertagen war die Klinik geschlossen und die Arbeitszeit war für mich von 8:00 bis 16:00 Uhr. Alle signalisierten mir, ob Patienten oder Personal, dass sie sich über meine Unterstützung sehr freuten. Denn mehr als tausend Patienten im Monat, die von sonst woher für ihre Therapie anreisen, benötigen dringend Hilfe. So fragte man mich, ob ich nicht für immer hier bleiben möchte. Mir schien, hier hat mich die richtige Arbeit gefunden. Jetzt besprach ich mich mit meiner Familie, mit den Geschwistern im OCG-Dienst, mit dem alten und neuen Arbeitgeber und bin jetzt seit dem 1. Januar dort fest und unbefristet angestellt. Alles hat der HERR wunderbar und passend gemacht: das Arbeitsklima, die Arbeitszeiten und das Gehalt. Unsere Gebetsproklamation hat sich erfüllt und die Zukunft begonnen

Wenn auch Dir Deine Lage hoffnungslos erscheint, gib nicht auf! Denn auch auf Dich wartet ein neuer Morgen!

Dein Andreas

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Juni 2019

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2020-04-15T19:38:47+00:00